Die französische Gehaltsabrechnung

 

Es bestehen grundsätzliche Unterschiede zwischen einer französischen und einer deutschen Gehaltsabrechnung.

Eine französische Gehaltsabrechnung ist wesentlich umfangreicher als eine deutsche.
Das lässt bereits erahnen, dass die Sozialabgaben in Frankreich deutlich höher sind.
Der Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben beläuft sich auf 40 % bis 45 % des Bruttogehalts, hinzu kommen rund 20 % auf Arbeitnehmerseite.

Beim Nettolohn kann es zwischen einem französischen Arbeitnehmer und einem deutschen Arbeitgeber schnell zu einem Missverständnis kommen. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich zu wissen, dass der Lohnsteuerabzug in Frankreich nicht auf der Gehaltsabrechnung erscheint. Ein französischer Arbeitnehmer versteht daher unter Nettolohn den Lohn nach Abzug der Sozialabgaben.

Die Lohnsteuer ist in Frankreich Sache des Angestellten und wird somit nicht in der Gehaltsabrechnung erfasst. Der Arbeitnehmer erhält vom französischen Finanzamt ein vorausgefülltes Formular zur Erklärung seines Einkommens. Die Informationen zur Erstellung des Formulars liefert der Arbeitgeber dem Finanzamt mittels einer jährlichen Erklärung der Gehälter.